Zahl der Verbraucherinsolvenzen sinkt 2016 auf Stand von 2005

Der Rückgang bei den Verbraucherinsolvenzen setzt sich auch 2016 fort. In den ersten neun Monaten des Jahres mussten laut „Schuldenbarometer“ der Wirtschaftsauskunftei Bürgel 77.325 Privatpersonen eine Insolvenz anmelden. Dies entspricht einem Rückgang von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Damit sinkt die Zahl der Privatinsolvenzen das sechste Jahr in Folge. Für das Gesamtjahr prognostiziert Bürgel ca. 103.000 Fälle. „Das wäre der niedrigste Stand seit 2005, als rund 100.000 Verbraucher eine Insolvenz anmelden mussten“, sagt Bürgel Geschäftsführer Klaus-Jürgen Baum.

Neben konjunkturellen Einflüssen (geringe Arbeitslosigkeit, steigende Reallöhne) benennt die Studie auch eine „eine Veränderung der Methode der Betroffenen „. Viele überschuldete Personen, die ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) nutzen, sähen keine Notwendigkeit mehr, einen Insolvenzantrag zu stellen, da beispielsweise ihr monatliches Einkommen so gering ist, dass es nicht über dem pfändbaren Betrag liegt.

Das gesamte „Schuldenbarometer“ lesen Sie hier