Verbraucherinsolvenzen auch 2015 weiter deutlich rückläufig

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war im Jahr 2015 mit 80.347 Fällen um 6,9 % niedriger als im Jahr 2014. Damit wurden zum fünften Mal in Folge weniger Verbraucherinsolvenzen registriert als im entsprechenden Vorjahr.

Dies berichtet das Statistische Bundesamt in einer Pressemeldung vom 11.03.2016.

Die Insolvenzen von Personen, die früher einer selbstständigen Tätigkeit nachgegangen sind, lagen mit 20.586 Fällen um 0,6 % über dem Vorjahresniveau. Bei den ehemals selbstständig Tätigen dürfte in vielen Fällen eine Insolvenz ihres Unternehmens vorausgegangen sein.

Die Gesamtzahl aller Insolvenzen einschließlich der 2.969 Nachlass- beziehungsweise Gesamtgutinsolvenzen und der 658 Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren, belief sich im Jahr 2015 auf 127 683 Fälle (– 5,3 % gegenüber 2014).

Auch bei den Unternehmensinsolvenzen gab es erneut einen Rückgang auf  23.123 Unternehmensinsolvenzen. Dies waren 4,0 % weniger als im Jahr 2014. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte damit den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999. Zuletzt hatte es im Krisenjahr 2009 ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegebe.

Download: Datenbank GENESIS