Schuldneratlas 2019 enthält Beitrag zum Konzept „Soziale Schuldnerberatung“

Der Schuldneratlas 2019 zur Überschuldungssituation in Deutschland wurde vor wenigen Tagen von der Creditreform veröffentlicht.

Daniela Hihn, Diakonisches Werk Württemberg

Hier kurz aufgeführt die zentralen Ergebnisse der Datenanalyse des Schuldneratlas:

  • Die Überschuldungsquote ist zum ersten Mal seit 2013 minimal gesunken und beträgt nun genau 10%. Die absolute Zahl der Überschuldeten liegt weiter bei 6,9 Millionen Menschen. Dies ist durch einen Bevölkerungszuwachs zu erklären.
  • Wie in den beiden Vorjahren ist die Überschuldungsquote in den alten Bundesländern angestiegen auf jetzt 9,94 % und in den alten Bundesländern gesunken (10,33%).
  • Männer sind nach wie vor häufiger überschuldet (12,46%) als Frauen (7,65%), jedoch ist die Tendenz zur Überschuldung bei Frauen steigend und bei Männern rückläufig.
  • Zwar ist die Altersüberschuldung (ab 70 Jahren) im Vergleich zu den anderen Altersgruppen nach wie vor niedrig (2,95%), doch ist sie in den vergangenen Jahren stark angestiegen.
  • Dagegen ist die Überschuldungsquote bei den unter 30-jährigen auf 12,13% zurückgegangen.

Für die Zukunft geht der Schuldneratlas auch angesichts der sich eintrübenden konjunkturellen Aussichten von weiter hohen Überschuldungszahlen aus.

Besonderheit in diesem Jahr ist der von Bernd Krüger verfasste Gastbeitrag, indem das von der AG SBV (Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände) erarbeitete Konzept „Soziale Schuldnerberatung“ ab Seite 53 vorgestellt wird.

Hier geht es zum Schuldneratlas 2019