Rechtskräftiges Unterlassungsurteil gegen UGV-Inkasso betreffs Verzugszinsbegründung „höhere Zinsen wegen Anlageverlust“ sowie Herleitung einer Hauptforderung „aus Kontokorrent“ im Inkasso-Erstanschreiben

Wie dem AK InkassoWatch bekannt wurde, hat das Landgericht Frankenthal mit Unterlassungsurteil aus 2017  UGV-Inkasso untersagt, die übliche Begründung für die mit 13,25%  krass überhöhten Verzugszinsen als „höhere Zinsen wegen Anlageverlust“ sowie die Herleitung einer Forderung „aus Kontokorrent“ zu Verwenden.

Das Unterlassungsurteil bezieht sich rein formal auf die Darlegungs- und Informationspflichten bei Inkassodienstleistungen nach § 11a RDG und ist bereits seit März 2018 infolge eines Beschlusses des Oberlandesgerichtes  Zweibrücken rechtskräftig.

Die beiden Beschlüsse können hier runtergeladen werden.

Die konkret von UGV zu unterlassen Begründungen finden sich auf Seite 8 der Pdf-Datei (entspricht Seite 2 der Entscheidung des LG Frankenthal) und den im Urteil genannten Anlagen am Ende des Urteils.

Es ergeht hiermit die Bitte an die Praktikerinnen und Praktiker aus der Schuldnerberatung, bei früheren oder künftigen Beratungsfällen mit UGV-Beteiligung darauf zu achten, ob diese beiden UGV-typischen und jetzt rechtskräftig bei Ordnungsgeld bis zu 250.000 EUR untersagten Forderungs-“Begründungen“  in einem UGV-Inkassoerstanschreiben(!) nach März 2018 weiterverwandt worden sind.

Falls Ihnen entsprechende  Erstanschreiben vorliegen, bitten wir um Überlassung einer Kopie, um die notwendigen Schritte zur Verhängung eines Ordnungsgeldes einleiten zu können! Bitte mailen Sie entsprechende Unterlagen an: AK InkassoWatch