Politische Forderungen zur Bekämpfung und Vermeidung von Energiesperren

Positionspapier der AG SBV

Der  Zugang  zu  Energie  stellt  ein  grundlegendes  Element  der  Daseinsfürsorge  und gesellschaftlichen  Teilhabe  dar.  Ohne  Energie  sitzen  Menschen  sprichwörtlich  im Dunkeln, Elektrogeräte können nicht mehr genutzt werden, die Herdplatte, manchmal sogar  die  Heizung  und  die  Dusche  bleiben  kalt.  Aktuelle  Zahlen  der  Bundesnetzagentur belegen, dass 2015 über 330.000 mal der Strom abgesperrt wurde.

Energieschulden resultieren vielfach aus niedrigen Haushaltseinkommen, mit denen die hohen Energiekosten nicht mehr bewältigt werden können. Sie sind regelmäßig nicht das Ergebnis verschwenderischen individuellen  Verhaltens,  sondern  von  Armut.  Verschiedene  Untersuchungen  belegen, dass  zum  Beispiel  in  den  Regelleistungen  des  SGB  II  Energiekosten  nicht  ausreichend berücksichtigt werden.

Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Energiesperren  sind  für  die  Betroffenen  verheerend.  Aus  diesem  Grund  müssen  Energieschulden vermieden und Energiesperren verhindert werden.

Die in der AG SBV vertretenen Verbände haben sich in einem Papier positioniert und haben Forderungen aufgestellt, die jetzt im Wahlkampf an Politiker und Gesetzgeber – auch von der Schuldnerberatung – gestellt werden sollen.

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