Landgericht Stuttgart kasiert Beschluss über die Aufhebung der Kostenstundung wegen angeblichem Verstoß gegen die Erwerbsobliegenheit

Landgericht Stuttgart hebt Beschluss über die Aufhebung der Kostenstundung wegen angeblichem Verstoß gegen die Erwerbsobliegenheit auf.

In einem Beschluss über die sofortige Beschwerde gegen die Aufhebung der Kostenstundung wegen angeblichem Verstoß gegen die Erwerbsobliegenheit durch das Amtsgericht Esslingen stellt das Landgericht Stuttgart in Anlehnung an BGH (Beschluss vom 27.04.2010, IX ZB 267/08) fest, dass das Esslinger Gericht sein Ermessensspielraum lediglich schematisch angewandt hat und die branchenbezogenen, regionalen und persönlichen Umstände nicht geprüft bzw. berücksichtigt hat. Nur wer eine realistische Chance auf dem Arbeitsmarkt hat, kann durch nicht ausreichende Bemühungen Arbeit zu finden, die Gläubigerinteressen beeinträchtigen und damit eine Aufhebung der Stundung rechtfertigen.(Beschluss vom 27.03.2013, 19 T 30/13, eingesandt von Diakonische Bezirksstelle Kirchheim/Teck)

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