Kleine Anfrage der LINKEN im Bundestag zu „Überschuldung privater Haushalte und Kreditvergabe in Deutschland“ – Antwort der Bundesregierung

Die Überschuldung privater Haushalte macht die Fraktion Die Linke zum Thema einer Kleinen Anfrage (18/2250).

Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung erfahren, wie die Daten zur Verschuldung privater Haushalte erfasst werden und wie sich die Zahl überschuldeter Haushalte in den letzten zehn Jahren entwickelt hat.

Vorbemerkung der Fragesteller

Angesichts der mehr als 6 Millionen überschuldeten Haushalte, von denen schätzungsweise in Deutschland auszugehen ist, wird dem Kredit als der zentralen Finanzdienstleistung in der öffentlichen Auseinandersetzung vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit zuteil. Vieles dreht sich in erster Linie um Finanzdienstleistungen verschiedenster Art, gleichwohl bei sämtlichen Finanzdienstleistungen ein besserer Anlegerschutz unbestritten nötig ist. Dass Überschuldung weniger das Resultat von Verschwendung oder einer vorwerfbaren Lebensführung ist, sondern überwiegend häufig als Folge kritischer Lebensereignisse ausgelöst wird, zeigt u. a. die jüngste Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes (vgl. Destatis, 30. Juni 2014, „Überschuldung: mehr als ein gesellschaftliches Randphänomen“). Neben der Erfassung des aktuellen quantitativen Ausmaßes und einzelner Facetten der Überschuldung in Deutschland ist es notwendig, umfassender vorzugehen und auch das regulative Umfeld und die Praxis der Kreditvergabe näher in den Blick zu nehmen.

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