Kindergeld, Kindergeldzuschlag und Unterhaltsvorschuss wurden rückwirkend erhöht

Stefan Freeman, Esslingen

Leitsatz: Kindergeld,  Kindergeldzuschlag  und  Unterhaltsvorschuss  werden rückwirkend zum 1.1.2015 erhöht. Die  sich  aus  der  rückwirkenden  Erhöhung  ergebenden  Nachzahlungen dürfen nicht  bei vorrangigen  Sozialleistungen angerechnet werden.

In seinem Sozialrechtsbrief 3-2015 wird vom Caritasverband für die Diözese Mainz auf die rückwirkende Erhöhung u.a. des Kindergeldes aufmerksam gemacht und vor allem darauf, dass Nachzahlungen aus der Erhöhung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. August 2015 nicht als Einkommen bei vorrangigen Sozialleistungen angerechnet werden dürfen.

Zu ergänzen wäre, dass das erhöhte Kindergeld gem. Artikel 8 des Gesetzes zur Anhebung des Grundfreibetrages, des Kinderfreibetrages, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags erst ab 2016 vollständig als Einkommen angerechnet werden darf, bis dahin gelten trotz Bezug der schon erhöhten Beträge die bisherigen Sätze (s. Auszug Bundesgesetzblatt).

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