Information der AG SBV: Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen und Anpassung der Pfändungstabelle zum 01.07.2015

 Zum  01.07.2015  steigen  die  Freibeträge  für  Schuldner  um  gut  2,7  Prozent  –  bei  der Einkommenspfändung auf rund 1.080 Euro in der untersten Stufe. Der Grundfreibetrag auf einem Pfändungsschutzkonto liegt dann bei 1.073,88 Euro statt zuvor 1.045,04 Euro. Erfüllt der  Schuldner Unterhaltspflichten,  stehen  ihm  weitere  Freibeträge  zu.  Für  die  erste unterhaltsberechtigte  Person  sind  dies  nun  404,16  Euro,  für  die  zweite  bis  fünfte  Person 225,17  Euro.  Diese  Beträge  dienen  der  Existenzsicherung  von  Schuldnern  und  ihren Angehörigen. Die Pfändungsfreigrenzen orientieren sich an den Kosten der Lebenshaltung und sind an die Entwicklung des Grundfreibetrags im Einkommenssteuerrecht gekoppelt. Die Anpassung erfolgt alle zwei Jahre.

Die AG SBV weist in ihrer Information zur Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen auf die automatische Berücksichtigung bei einer Einkommenspfändung oder einem bereits eingerichtetem Pfändungsschutzkonto hin und informiert darüber, dass ein Pfändungsschutz bei Kontopfändung nur mit der Umwandlung in ein Pfändungsschutzkonto erreicht werden kann. Schließlich erfolgt noch der Hinweis, dass ein durch das Vollstreckungsgericht oder die Vollstreckungsstelle eines öffentlich-rechtlichen Gläubigers beschlossener erhöhter Freibetrag ggf. durch einen erneuten Antrag angepasst werden muss, weil hier keine automatische Anpassung erfolgt.

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