Gläubiger erzielen in Verbraucherinsolvenzverfahren eine Quote von 1,6%

Bei Insolvenzverfahren in Deutschland (ohne Bremen), die im Jahr 2010 eröffnet und bis Ende des Jahres 2014 beendet wurden, erhielten Gläubiger durchschnittlich 2,6 % ihrer Forderungen zurück. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen in einer Pressemitteilung weiter mitteilt, ergibt sich diese Deckungsquote als Anteil des zur Verteilung verfügbaren Betrages (282 Millionen Euro) an den quotenberechtigten Forderungen der Gläubiger (10,9 Milliarden Euro). Die Verluste der Gläubiger betrugen damit 10,6 Milliarden Euro.

Bei den Unternehmensinsolvenz ergab sich dabei eine Deckungsquote von rund 5%, bei Verbraucherinsolvenzverfahren hingegen nur von 1,6%. Bei ehemals selbständig tätigen Personen ergab sich gar nur eine Quote von 0,8%. Die Verluste der Gläubiger (Differenz zwischen den quotenberechtigten Forderungen und dem zur Verteilung verfügbaren Betrag) betrugen hier rund 6,5 Milliarden Euro .

Von den 104.666 im Jahr 2010 eröffneten Verbraucherinsolvenzverfahren wurden bis Ende 2015 insgesamt 98.948 Verfahren abgeschlossen (94,5%), wohingegen bei den Unternehmjensinsolvenz lediglich 58,7% der Verfahren abgeschlossen wurden.