Bund Deutscher Inkassounternehmen verabschiedet Entwurf eines „Code of Conduct“

Auf der Mitgliederversammlung des Bundes Deutscher Inkassounternehmen in Berlin wurde in einer Presseerklärung vermeldet, dass „mit großer Mehrheit“ ein erster Entwurf eines „Code of Conduct“ verabschiedet [wurde], der einen „fairen Interessenausgleich und … die Interessen und Rechte von Gläubigern und Verbrauchern in Einklang [bringen soll]“. Man sei bereit dazu „in den nächsten Monaten in den offenen Dialog zu treten“.
In einem kritischen Kommentar des AK InkassoWatch heißt es dazu: „Die Inkassobranche steht seit ei-niger Zeit unter Druck wegen des Verhaltens einer Vielzahl ihrer Mitgliedsunternehmen – und nur nicht wegen des „Verhaltens einzelner schwarzer Schafe außerhalb des BDIU“. […] Die Er-arbeitung eines „Code of Conduct“ – auf Deutsch einer Selbstverpflichtungserklärung – soll nun offensichtlich verhindern, dass sich die schon 2013 eingeläutete Beschränkung des höchst ein-träglichen Geschäftsmodells „Inkasso“ durch weitere gesetzliche Regelungen fortsetzt.“
Auch im Rahmen der 14. Internationalen Konferenz zu Finanzdienstleistungen des Instituts für Finanzdienstleistungen in Hamburg fand ein Plenum zum Thema “Inkasso” statt. Thema war unter anderem der vom BDIU angekündigte Code of Conduct.