Statistisches Bundesamt: Weniger Firmen, mehr Private pleite
Der wirtschaftliche Aufschwung lässt die Zahl der Firmenpleiten weiter sinken.
Der seit zwei Jahren anhaltende Rückgang der Unternehmensinsolvenzen hat sich auch im November 2006 fortgesetzt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verzeichneten die deutschen Gerichte mit 2.326 Unternehmensinsolvenzen 17,6 Prozent weniger Fälle als ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr rechnen die Statistiker nun nur noch mit etwas mehr als 31.000 Firmenpleiten - das wäre der niedrigste Stand seit sechs Jahren. Diese Marke wurde zuletzt im Boomjahr 2000 unterschritten, als 28.235 Firmen Zahlungsunfähigkeit angemeldet hatten.
Keine Entwarnung gibt es bei den Verbraucherinsolvenzen: Mit 9087 lag die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 31 Prozent höher als im November 2005. Ihre Zahl stieg von Januar bis November des vergangenen Jahres um 36 Prozent auf 84.227. Getrieben wird der Anstieg durch eine Gesetzesänderung, die Privatinsolvenzen leichter macht.
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