Auswertung der Schuldnerberatungsstatistik für das Jahr 2008 in der Erzdiözese Freiburg
Die 15 Schuldnerberatungsstellen im Einzugsbereich des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg e.V. erheben seit dem Jahr 2002 eine gemeinsame Statistik über ihre Schuldnerberatungsfälle.
Ziel und Zweck dieser Angelegenheit ist es, eine Datenbasis über Entwicklungen in der Schuldnerberatung zu haben, die auch für die politische Diskussion belastbar ist. Da noch immer mehr als die Hälfte der Beratungsstellen über keine geeignete Software verfügen, die eine Teilnahme an der Bundesstatistik zulässt, wird auch weiterhin eine eigene Statistik fortgeführt werden.
Seit dem Jahr 2008 jedoch mit einem Datenblatt, das der Bundesstatistik weitestgehend angepasst ist. Im Jahr 2008 haben sich so viele Beratungsstellen wie noch nie an der Gesamtstatistik beteiligt, nämlich alle 15 Beratungsstellen. Gegenüber 2007, als sich 13 Stellen beteiligt haben, hat sich die Zahl der erfassten Fälle deshalb auch um 193 auf 2.842 Fälle erhöht.
Die Statistik 2008 hat keine neuen Erkenntnisse gegenüber den Vorjahren ergeben. Der typische Schuldner ist mittleren Alters und hat noch eine Arbeitstelle. Meist lebt er alleine oder in einem kleinen Haushalt. Sein Einkommen liegt in der Regel unterhalb der Pfändungsfreigrenze, so dass schon relativ geringe Änderungen des Einkommens relativ schnell zur Überschuldung führen. Meist sind die Ursachen der Überschuldung in seiner mangelnden Finanzkompetenz zu suchen, hinzu kommen Lebensereignisse wie Arbeitslosigkeit, Trennung/Scheidung oder Krankheit/Sucht.
Downloads |
Links |

