Zuletzt aktualisiert am 21.11.2007, Stefan Freeman, Diakonische Bezirksstelle Esslingen
21.11.2007

Unzählige Baden-Württemberger werden im Internet abgezockt - Der Gesetzgeber muss handeln

Die Nutzung vermeintlicher Gratisangebote im Internet endet für viele Surfer im Land immer häufiger mit einer bösen Überraschung. Häufig werden diese aus heiterem Himmel mit Forderungen von durchschnittlich 120 Euro konfrontiert, vielfach auch Jugendliche unter 18 Jahren erwischt, so die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Innerhalb von sechs Wochen haben 681 Betroffene aus Baden-Württemberg einen Online-Fragebogen der Verbraucherzentralen ausgefüllt. Am häufigsten wurde bei den Gratisangeboten routenplaner-online.de genannt, dann lebenscheck.de und das Ahnenforschungsangebot genealogie.de. Gemeinsam ist den Seiten, dass Kosteninformationen im Kleingedruckten oder außerhalb des am Bildschirm sichtbaren Bereichs versteckt sind. Gut jeder achte Befragte hat bezahlt, als eine Rechnung für den Besuch der zweifelhaften Seiten einging. Zahlungsverweigerer erhielten Mahnungen, in denen mit Klagen gedroht wurden, oder wurden Inkassobüros, oder gar ein Rechtsanwalt eingeschaltet.

Die Verbraucherzentrale fordert eine deutliche erkennbare Information über Kosten, die bei den Nutzung von Online-Dienstleistungen entstehen. Online geschlossene Verträge dürften nur gültig werden, wenn der Kunde sie mit einer separaten E-Mail bestätigt. Verbraucher müssten die Möglichkeit bekommen, Verträge, die auf Wettbewerbsverstößen basieren, unbefristet zu widerrufen und Ersatz für entstandene Schäden erhalten.

Links

» Umfrageergebnisse: Internet-Abzockopfer in Baden-Württemberg als PDF

» Interessant: Infos bei der Verbraucherzentrale Hamburg

Hinweis: Die Infos sind erreichbar über > Telefon+Internet > Aktuelles ("Abofallen im Internet" vom 24.10.2007)

» Abkürzungsverzeichnis

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