Zuletzt aktualisiert am 23.09.2006, Stefan Freeman, Diakonische Bezirksstelle Esslingen
23.09.2006

Die 15. Shell Jugendstudie ist am 21. September 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt worden

Die 15. Shell Jugendstudie ist am 21. September 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Die Studie kommt u.a. zu dem Ergebnis, dass Jugendliche heute ein hohes Maß an Bewusstsein für die großen Themen der Gesellschaft hätten. Vom Altern der Gesellschaft über Probleme am Arbeitsmarkt bis hin zu ihren eigenen Zukunftsperspektiven: Jugendliche würden sich den Herausforderungen stellen. Was auch auf sie zukommt – sie würdem eine Lösung suchen und sich dabei nicht entmutigen lassen. Allerdings seien sie im Vergleich zu 2002 weniger optimistisch. Die Sorge, leer auszugehen und weder Lehrstelle noch Arbeitsplatz zu erhalten, treibe die Jugend stärker um.

Die Untersuchung wurde gemeinsam von den Bielefelder Sozialwissenschaftlern Professor Dr. Klaus Hurrelmann und Professor Dr. Mathias Albert und einem Expertenteam des Münchner Forschungsinstituts TNS Infratest Sozialforschung unter Leitung von Ulrich Schneekloth verfasst. Im Auftrag der Deutschen Shell befragten die Experten Anfang des Jahres 2006 mehr als 2.500 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren zu ihrer Lebenssituation, ihren Glaubens- und Wertvorstellungen und ihrer Einstellung zur Politik.

Das Altern der Gesellschaft und damit verbundene Probleme seien laut Studie den jungen Leuten bewusst. Zum ersten Mal hätte die Shell Jugendstudie Fragen gestellt, die mit dem demografischen Wandel der Gesellschaft in Zusammenhang stehen. Das Resultat: Jugendliche heute hätten großen Respekt vor der älteren Generation. Sie würden ihre Zukunftsaussichten heute als ungewisser als noch vor vier Jahren sehen. Vor diesem Hintergrund gewinne die Familie wieder stärker an Bedeutung. 72 Prozent der Jugendlichen sind gem. Studie der Meinung, dass man eine Familie brauche, um wirklich glücklich leben zu können. Die aktuelle Studie zeige, dass die Jugendlichen heute über ein stabiles Wertesystem verfügen. Ausführlicher als früher befasse sich die 15. Shell Jugendstudie mit der Einstellung der Jugend zu Religion und Kirche. Die Jugendlichen von heute würden zwar grundsätzlich die Institution der Kirche bejahen, würden von dieser jedoch zeitgemäße Antworten auf wichtige Lebensfragen, die sie bewegen vermissen.

Niederschmetternd: Die Studie ergebe, dass Jugendliche aus sozial priviligierteren Elternhäuser in der Regel aussichtsreichere Schulen durchlaufen. Jugendliche aus Haupt- und Sonderschulen gehören häufiger der Unterschicht an. "Die Bildungswelten driften auseinander", so die Sozialwissenschaftler. Zu den Verlieren zählen der Studie zufolge oft junge Männer mit fehlendem oder niedrigem Bildungsabschluss.

Die 15. Shell Jugendstudie ist im Fischer Taschenbuch Verlag unter dem Titel "Jugend 2006 – Eine pragmatische Generation unter Druck" erschienen und ist im Buchhandel erhältlich (ISBN 3-596-17213-6, 14,95 EUR).

Weitere Informationen und Links zur 15. Shell Jugendstudie haben wir Ihnen im folgenden zusammengestellt.

Downloads

» Zusammenfassung der Hauptergebnisse der 15. Shell Jugendstudie

» Flyer der 15. Shell Jugendstudie

Links

» Shell Jugendstudie

» Abkürzungsverzeichnis

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