Nur eine drohende unfreiwillige Obdachlosigkeit begründet eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit – VG Minden vom 17. Juni 2015, Az. 11 L 625/15

Dieser zentrale Aspekt ist nicht erfüllt, wenn eine aus einem psychiatrischen Fachkrankenhaus entlassene Person sich auf dem mütterlichen Grundstück aufhält und dort im Gartenhaus wohnt. Es hat hier festzustehen, dass dieser Aufenthalt den Anforderungen an eine menschenwürdige Unterkunft nicht entspricht, sowie eine Wohnungssuche durchgeführt wurde und erfolglos blieb.

An der Unterbringungsfähigkeit und –willigkeit einer wohnungslosen Person fehlt es, wenn vorherige Unterbringungen dieses Menschen zu massiven Beeinträchtigungen des Hausfriedens und erheblichen Gefährdungen der Mitbewohner geführt haben. mh