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Ergebnisse des Schulden-Kompass 2005
Zahl der Personen mit Zahlungsstörungen gestiegen - Kreditausfälle und Zahlungsstörungen meist im Alter von 20 bis 29 Jahren - Kreditausfallquote meist deutlich unter 2,8 %
Der Anteil von Personen mit mindestens einem bei der SCHUFA registrierten Negativmerkmal ist von 2002 bis 2004 in allen Altersgruppen gestiegen. Dies geht aus dem von der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden, veröffentlichten dritten Schulden-Kompass hervor.
Auffällig ist die Zunahme bei den 25- bis 29-Jährigen (ca. 18 %) und 45- bis 49-Jährigen (ca. 25 %). "Allerdings haben sich die Zuwachsraten über alle Altersgruppen hinweg von 2003 auf 2004 gegenüber den Vorjahren abgeschwächt", sagt Rainer Neumann, Vorstandsvorsitzender der SCHUFA Holding AG. Mit Vorlage des Schulden-Kompass 2005 sind verlässliche Trendaussagen nun über einen drei-jährigen Zeitraum von 2002 bis 2004 möglich. Für 2004 wurden 362 Millionen SCHUFA-Datensätze von 62 Millionen natürlichen Personen ausgewertet.
"Kreditausfallquote nach wie vor niedrig"
Von 2002 bis 2004 hat sich der Anteil der ausgefallenen, im SCHUFA-Datenbestand gespeicherten Kredite über alle Altersgruppen erhöht. "Die Ausfallquote ist aber nach wie vor niedrig und liegt meist deutlich unter 2,8 %", sagt Rainer Neumann.
Die Zahl der Personen mit mindestens einer bei der SCHUFA gemeldeten Zahlungsstörung hat von 2003 auf 2004 in allen Bundesländern zugenommen. Der Anstieg bewegt sich in einer Spanne von 4,9 % in Bremen und 11,5 % in Brandenburg.
Kritische Finanzsituationen lösen sich teilweise
Rund 2,6 Millionen der im SCHUFA-Datenbestand gespeicherten natürlichen Personen weisen mindestens ein hartes Negativmerkmal auf. Davon sind ca. 237.000 Personen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. "Im Rahmen der privaten Verschuldung ist die finanzielle Situation der Personen mit diesen harten Negativmerkmalen sicherlich als sehr kritisch zu werten. Sie muss aber nicht zwangsläufig eine Überschuldung bedeuten", sagt Rainer Neumann.
Darüber hinaus lässt sich beobachten, dass bei ca. 48 % der jungen Erwachsenen, die sich 1999 in einer kritischen Finanzsituation mit harten Negativmerkmalen befanden, fünf Jahre später diese Negativmerkmale nicht mehr vorhanden waren.
Einen solchen Wechsel vollziehen auch etwa 47 % der 25- bis 65-Jährigen. "Generell bedeutet das Vorliegen eines oder auch mehrerer harter Negativmerkmale nicht zwangsläufig eine dauerhaft kritische Finanzlage", so Rainer Neumann.
Keine auffälligen Unterschiede zwischen Ost und West
In 2004 hatten durchschnittlich 7,3 % der volljährigen Bürger mindestens ein bei der SCHUFA registriertes Negativmerkmal. "Die Auswertungen einzelner Bundesländer zeigen, dass die Anteile von Personen mit mindestens einem Negativmerkmal zwischen Ost und West keine auffälligen Unterschiede aufweisen", sagt Rainer Neumann. So haben Bayern (5,5 %), Baden-Württemberg (6,0 %), Sachsen (6,1 %) und Thüringen (6,5 %) laut Schulden-Kompass 2005 den geringsten Anteil von Personen mit mindestens einem bei der SCHUFA registrierten Negativmerkmal. Hingegen lassen sich für Berlin (10,7 %), Bremen (10,3 %) sowie Hamburg (8,5 %) und Nordrhein-Westfalen (8,3 %) die höchsten Anteile beobachten.
Auf der Internet-Seite www.schulden-kompass.de stehen detaillierte Auswertungen in einer interaktiven Deutschlandkarte sowohl auf Bundesland- als auch auf Kreisebene zur Verfügung.
15.12.2005
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