Im Hort angebotene Hausaufgabenbetreuung ist eine Maßnahme der Eingliederungshilfe– LSG Sachsen vom 14. Februar 2014, Az. L 8 SO 150/13.B.ER

Wenn ein mehrfach behinderter Schüler auf eine in einem Hort angebotene Hausaufgabenbetreuung angewiesen ist, dann handelt es ich hier um eine Maßnahme der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen gemäß den §§ 53 ff., 54 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB XII in Verbindung mit § 12 Nr. 1 EingliederungshilfeVO, wo durch eine Anleitung, Hilfestellung und Kontrolle bei der Hausaufgabenerledigung sowie eine Stabilisierung von in der Schule erlernten Kompetenzen der Schulbesuch im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht ermöglicht bzw. erleichtert wird.

Im besonders begründeten Einzelfall kann der Besuch eines Horts während der Schulferien ebenfalls eine notwendige Maßnahme der Eingliederungshilfe nach § 53 Abs. 1 Satz 1 SGB XII i. V. m. § 55 Abs. 1 / Abs. 2 Nrn. 3 und 7 sowie § 58 SGB IX, zur Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben, sein.

Außerhalb der Schulzeiten steht die Verbesserung und Entwicklung lebenspraktischer Fähigkeiten sowie die Förderung der Begegnung und des Umgangs mit nicht behinderten Menschen im Vordergrund (§ 58 Nr. 1 SGB IX).

Es besteht hier eine Angewiesenheit auf Integrationshelfer, wenn z. B. Tätigkeiten in der Selbstversorgung sowie andere komplexe Aufgaben nicht zusammen mit dem Hortpersonal bewältigt werden können. mh