Fristlose Kündigung möglich, bei regelmäßig zu geringen Mietzahlungen — AG Karlsruhe vom 4. April 2014, Az. 4 C 41/14

In diesem Fall zahlte ein Mieter die Miete über einen längeren Zeitraum verspätet oder in zu geringer Höhe. Auf die Mahnungen des Vermieters hin zahlte der Mieter allerdings weiterhin weder regelmäßig noch in ausreichender Höhe. Nachdem der Rückstand die Höhe einer Monatsmiete erreichte, kündigte der Vermieter das Mietverhältnis fristlos auf.

Die Kündigung war nach § 543 Abs. 1 BGB gerechtfertigt, da die regelmäßig zu niedrigen Mietzahlungen eine Vertragsverletzung der mietvertraglichen Pflichten durch den Mieter darstellten. Hätte der Mieter nach der Mahnung des Vermieters seine vertraglichen Pflichten zur Zahlung des vereinbarten Mietzinses aufgenommen, hätte die fristlose Kündigung nicht standhalten können. gk