Finanzierung eines Integrationshelfer soll über § 54 SGB II erfolgen – SG Dresden vom 25. März 2014, Az. S 42 SO 54/14.ER

Eine Finanzierung des Einsatzes eines Integrationshelfers kann auch auf der Grundlage des § 54 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB XII erfolgen. Der Sozialhilfeträger ist hier stets an die Entscheidung der Schulverwaltung gebunden und kann nicht auf den möglichen Besuch einer Sonder- oder Förderschule verweisen.

Eine integrative Beschulung ist möglich, wenn und solange gewährleistet ist, dass eine allgemeinbildende Schule behinderte Schüler dort auch die erforderliche besondere Förderung erhalten. Es hat gewährleistet zu sein, dass behinderte Schüler den Anforderungen des Schulalltags, insbesondere in den Kernfächern, hinreichend gerecht werden und nicht wesentlich hinter dem Leistungsniveau nicht behinderter Schüler zurückbleiben.

Hilfen nach § 54 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB XII sind in keiner Weise auf den nichtpädagogischen Bereich begrenzt, sondern können auch im pädagogischen Bereich geboten sein, wenn im erheblichen Umfang eine Angewiesenheit auf Hilfen und Unterstützung im Unterricht bei der Umsetzung der von den Lehrkräften vorgegebenen Lehraufträge besteht. mh