Einheitliche Höchstsätze für das nichtanwaltliche und das anwaltliche Inkasso?

Die LAG Schuldnerberatung Hamburg berichtet, dass mit einem aktuellen Gesetzentwurf der Bundesregierung „zur Umsetzung der Berufsanerkennungsrichtlinie und zur Änderung weiterer Vorschriften im Bereich der rechtsberatenden Berufe“ (Drucksache 18/9521) auch die Inkassokosten neu geregelt werden sollen.
Die LAG fordert zur Lobbyarbeit auf, damit im Kontext der Neuregelung einheitliche Höchstgrenzen festgelegt werden. Dieses Vorhaben der Bundesregierung wurde u.a. auch bei der Internationalen Konferenz zu Finanzdienstleistungen 2016 des iff diskutiert. Der Vertreter einer Verbraucherzentrale sprach sich für eine Begrenzung auf einen Gebührensatz von 0,5 – 0,8 und einem Mittelwert von 0,65 aus, während eine solche Idee bei der Vertreterin der Inkassobranche auf wenig Gegenliebe stieß.

Quellen:
LAG Hamburg, Meldung vom 03.11.2016
Konferenzdokumentation des iff, S.44ff.
BT-Drucksache 18/9521