Eltern dürfen nicht das Sparvermögen der Kinder für Unterhaltsleistungen nutzen –

In diesem Fall haben zwei minderjährige Kinder ihren Vater auf Schadensersatz verklagt, da er von ihren Sparbüchern für verschiedene Anlässe Abhebungen gemacht hat, die er nur teilweise wieder ausgeglichen hatte. Das Oberlandesgericht erklärte, dass den beiden Kindern ein Schadensersatzanspruch gegen ihren Vater zustehe. Rechtsgrundlage ist der § 1664 BGB, wonach Kinder ihre Eltern wegen einer Pflichtverletzung bei der Ausübung der elterlichen Sorge in Anspruch nehmen können. Von der elterlichen Sorge ist ja auch die Vermögenssorge umfasst, die nicht nur die elterliche Pflicht nach den Grundsätzen einer wirtschaftlichen Vermögensverwaltung das Geld für die Kinder anzulegen, sondern gleichzeitig verbietet, Geld ihrer Kinder für persönliche Zwecke zu gebrauchen.

Im vorliegenden Fall argumentierten die Eltern, mit dem Geld hätten sie für ihre Kinder Geschenke und Einrichtungsgegenstände gekauft und Urlaubsreisen finanziert. Auch seien sich die Eltern über die Verwendung einig gewesen. Das Oberlandesgericht erklärte jedoch, Eltern seien ihren Kindern zu einem angemessenen Lebensunterhalt verpflichtet und müsse somit von den Eltern selbst finanziert werden. gk